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Seit 1892.

Fünf Generationen, ein Handwerk, eine Stadt. Das ist heute selten geworden. Für uns ist es kein Selbstzweck – sondern der Grund, warum wir Wert darauf legen, dass das, was unsere Halle verlässt, auch in zwanzig Jahren noch steht. Wer 130 Jahre weitergibt, der baut nicht für den Moment.

Meisterbriefe von fünf Generationen an der Wand
  1. 1892

    Eine Schmiede in Reutlingen

    Angefangen hat alles mit August Häußel. Er gründete den Betrieb 1892 in Reutlingen als Hufschmied und Schlosser – zu einer Zeit, in der Pferde das Haupttransportmittel waren und Metall noch unter dem Hammer geformt wurde. Hufeisen, Beschläge für Tore und Fenster, Werkzeuge für Bauern, Reparaturen für die Landwirtschaft: Das war der Alltag einer Reutlinger Schmiede im Kaiserreich.

  2. 1927

    Albert Häußel übernimmt

    1927 übergab August die Werkstatt an seinen Sohn Albert. Pferde und Kutschen waren in Reutlingen noch alltäglich, der Hufbeschlag gehörte weiter zum Geschäft. Daneben wuchs die Bauschlosserei: geschmiedete Tore, Gitter, Geländer und Beschläge für die Reutlinger Häuser und Höfe. Durch die Kriegsjahre führte Albert den Betrieb, so gut es ging, weiter.

  3. 1952

    Willi Vogelwaid und der Namenswechsel

    Mit Willi Vogelwaid kam 1952 unser Name an den Betrieb. Er war Alberts Schwiegersohn und führte das Geschäft durch die Wirtschaftswunderjahre. Das Pferdegeschäft trat zurück, die Bauschlosserei wurde zum Hauptstandbein – aber das Handwerk blieb, was es war: eine Schmiede. Tore, Treppen, Geländer und Beschläge entstanden weiter unter dem Hammer, am Amboss, im Feuer.

  4. 1977

    Der Wandel zur modernen Metallverarbeitung

    1977 übernahm Albrecht Vogelwaid den Betrieb von seinem Vater. Unter ihm begann der eigentliche Wandel: Neben das Schmieden trat das Schweißen, und beides lief lange parallel. Halbautomatische Maschinen kamen in die Werkstatt, der Schwerpunkt verschob sich vom klassischen Schmiedehandwerk hin zum Metall- und Stahlbau. 1980 zog die Werkstatt in eine neue Halle in der Reutlinger Straße – die erste, die für diese Art der Fertigung ausgelegt war.

  5. 2004

    Andreas und Kai Vogelwaid übernehmen

    2004 übergab Albrecht den Betrieb an seine Söhne Andreas und Kai Vogelwaid. Gearbeitet wurde weiter in der Halle in der Reutlinger Straße. Das Schmieden trat in den Hintergrund, der Schwerpunkt lag nun klar beim Metall- und Stahlbau: Geländer, Balkone, Tore und Überdachungen für Privatkunden, Architekten und Gewerbe in der Region.

  6. 2018

    Die neue Halle in der Lembergstraße

    2018 zog der Betrieb in die heutige Halle in der Lembergstraße 34 in Sondelfingen – der erste Hallenumzug unter Andreas und Kai und ein Schritt, mit dem die Fertigung auf den heutigen Stand gebracht wurde: Planung in 3D, moderne Maschinen, Zertifizierung nach EN 1090 EXC2.

Im Kern ist es dasselbe Handwerk, das August Häußel 1892 begonnen hat: Metall in Form bringen, sauber verbinden, verlässlich montieren. Wir bauen es selbst, wir montieren es selbst, und wir stehen mit unserem Namen dafür ein – so wie es August, Albert, Willi und Albrecht vor uns gemacht haben.

Die Halle in der Lembergstraße 34 seit 2018
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